|
Butia capitata (*-12°C
Fiederpalme mit elegant überhängenden V-Förmigen Blättern. Im östlichen und südlichen Brasilien und in Uruguay in Savannen
und auf Weideflächen heimisch. Diese Palme kann nur mit gutem Winterschutz in den mildesten Lagen ausgepflanzt werden. Im Schwarzwald mit leichtem Winterschutz 2 Winter überstanden. Ich vermute innerhalb
der Art deutliche Tolleranzunterschiede.
Chamaerops humilis (*-12° - 14°)
Eine von drei Palmen, die aus Europa stammen. Chamaerops Humilis ist hauptsächlich im westlichen Mittelmeerraum beheimatet.
Bildet Ausläufer. Kann bis ca. 8 m hoch werden. Bleibt jedoch meist kleiner und wächst buschartig. Mit dieser Art habe ich bisher gute Erfahrungen gemacht. Obwohl manchmal die Blätter der Hauptpflanze
absterben, treibt sie doch meistens wieder aus.
Chamaerops humilis var. cerifera (* - 15°)
Eine Variation von Chamaerops, die sich durch eher blausilberne Blätter und eine höhere Frostverträglichkeit aufgrund Ihrer
Herkunft aus dem Atlasgebirge in Marokko von der herkömmlichen Vareation unterscheidet. Sie wächst dort in Höhen bis 1700 m.
Jubaea chilensis (*-16°C)
Gehört zur Unterfamilie der Arecoideae. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet beschränkt sich auf die Zentralküste Chiles. Steht am
Heimatstandort unter Naturschutz. Als Jungpflanze sehr langsamwachsend. Im Alter sehr masive und imposante Palme, die für sehr geduldige Palmenliebhaber als einzigste Fiederpalme zum Auspflanzen in
Deutschland zu empfehlen ist.
Trachycarpus
Gehört zur Unterfamilie der Coryphoideae und ist mit sechs Arten in China und dem Himalaja, in Thailand und dem nördlichen
Burma und Indien beheimatet.
Trachycarpus fortunei (*-15°)
ist wohl die in Mitteleuropa neben der Kanarischen Dattelpalme (Phönix Canariensis) die am weitesten verbreitetste Kübelpalme.
Sie eignet sich aber auch in milden Lagen zum Auspflanzen im Freien, da sie kurze Fröste von -12°C bis -15°C unbeschadet aushalten kann. Fälschlicherweise wird sie immer noch des öfteren unter dem alten
Namen Chamaerops Excelsa verkauft. Die Palme kann ausgepflanzt eine Höhe von 12 m erreichen. Der Stamm ist verborgen unter stark umhüllenden Fasern. Bei älteren Exemplaren beschränken sich die Fasern auf
den oberen Bereich der Pflanze. Im unteren Bereich ist dann der glatte Stamm zu sehen. Eine Palme, die an der Küste bis nach Irland und sogar Schweden bisher erfolgreich kultiviert wird.
Trachycarpus latisektus (=T.”sikkimensis”) (*-14°)
Sie wächst in Nordindien in Höhen bis 2400 m. Die schlankstämmige Palme hat kreisrunde Blätter. Die größte Art der Gattung.
Trachycarpus martianus (*-12°)
Wird hier nur der Vollständigkeit halber aufgeführt. Nicht so frostverträglich wie andere Trachycarpus wächst diese Art in
Nordost-Indien. Große, gleichmäßig in lange, schmale Segmente, geteilte Blätter. Diese Art ist leider nicht zum Auspflanzen zu empfehlen.
Trachycarpus nanus (*-18°)
Kleine seltene Art bis ca. 50 cm, mit blaugrünem hartem Blatt. Wächst im Südwesten Chinas in trockenem Buschland bis 2300 m.
Trachycarpus takil (*-18°)
Trachycarpus fortunei sehr ähnlich. Aus dem Himalaja in Nord-Indien wächst sie in Höhen bis 2400 m. Sehr robust und frosthart.
Von allen Palmen ist Trachycarpus Takil an unser Klima am besten angepaßt, und deshalb ideal zum Auspflanzen geeignet. Leider sehr selten und deshalb etwas teurer.
Trachycarpus wagnerianus (*-18°)
Tiefgrüne kleine, sehr steife und somit auch ”windunempfindlichere” Blätter. Kommt ursprünglich aus Japan. Sehr
robust und deshalb auch zum Auspflanzen geeignet.
Nannorrhops ritchiana (*-26)
Frosthärteste aller Palmen. Diese Palme stammt aus den trockenen gebieten des Irans und Pakistans. Ältere Exemplare sollen bis
- 23° überstehen. Ich habe leider keine guten Erfahrungen mit dieser Art gehabt, da Sämlinge und Jungpflanzen seltsamerweise öfters von einer Krankheit befallen werden, die die Wurzeln faulen lassen.
Möglicherweise hat man mit etwas größeren Exemplaren mehr Erfolg.
Rhapidophyllum hystrix (*-23°)
Kleine, Ausläufer bildende Art, deren Stamm mit sehr spitzen Stacheln besetzt ist. Kommt aus den südöstlichen USA. Sehr
frosthart, friert gelegentlich in Extremwintern zurück. Benötigt aufgrund Ihres langsamen Wachstums nach Zurückfrieren entsprechend lange bis sie sich wieder erholt hat.
Sabal
Gehört zur Unterfamilie Coryphoideae und umfaßt 14 Arten.
Hier möchte ich nur die nennen, die zum Auspflanzen versuchenswert sind.
Sabal minor (*-20°)
Eher kleine Art. Sie stammt aus den südöstlichen USA und wächst dort in Sümpfen und Wäldern. Diese Art bildet einen meist
unterirdischen Stamm. Die Blätter sind bläulich. Bildet tiefe Wurzeln.
Serenoa repens (*-12°)
Diese Art gehört zur Unterfamilie Coryphoideae und ist mit einer Art in den südöstlichen USA beheimatet. Eher kleine,
buschartige Art.
|