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Erfrorene Palmen in Griechenland

Frostschäden in Ihringen

Stammkürzung

Frostschäden

Sinken die Temperaturen unter die Frosttolleranz der jeweiligen Palmenart, so können Frostschäden auftreten. Diese Schäden resultieren aus mehreren Faktoren. Maßgebend ist der Zustand der Pflanze sowie deren Größe und Herkunft. Die äußeren Bedingungen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Temperatur ist ein wichtiger Faktor. Außerdem die Dauer des Frostes und die Luftfeuchtigkeit sowie die Feuchtigkeit des Bodens.

Nachfolgend wird das Verhalten von Trachycarpus Fortunei beschrieben.

treten strenge Fröste unter -10°C auf, so falten sich die Blattsegmente zusammen, um sich zu schützen. Je nach Palme und Witterung/Frost treten dann auch vereinzelte dunkle Flecken an den Blättern auf. Diese Flecken sind so eine Art Frostschutz der Palme. Sinken die Temperaturen noch weiter so verfärbt sich das gesamte Blatt in eine dunkelgrüne, unnatürlich und abgestorben aussehende Farbe. Solange die einzelnen Blattsegmente zusammengefaltet sind, lebt das Blatt aber noch. Steigen die Temperaturen wieder über den Gefrierpunkt und das Blatt hat überlebt, so entfalten sich die Blattsegmente wieder und die Farbe nimmt wieder ihre normale Farbe an. Zumindest das intakte Gewebe. Bei strengen Frösten ab -15°C kann ein Teil des Gewebes erfrieren. Es ist möglich, daß dann die Blattspitzen erfrieren, wobei meist das Gesamte Gewebe erfriert und sich so auch nicht mehr regeneriert. Eine weitere Möglichkeit ist, daß teilweise Gewebe der Blätter erfriert. Folgendes Bild zeigt Flecken, die erfrorenes Gewebe nach der Teifsttemperatur von -15,3°C und wochenlangem Dauerfrost zeigt.

Einzelne Flecken zeigen teilweise erfrorenes Gewebe, was sich nicht mehr regeneriert. Stellt aber keine Existenzprobleme dar.

Desweiteren können bei starken Temperaturstürzen und hoher Feuchtigkeit Risse an den Blattsegmenten entstehen.

Risse an den Blattsegmenten, stellen ebenfalls keine Existenzprobleme dar.

Diese Schäden schwächen die Palme zwar, gefärdet aber erstmal nicht das Überleben.

Läßt sich der Neutrieb aus dem Vegetationspunkt ziehen, so ist das Herz geschädigt. Dies muß hin und wieder überprüft werden. Es sollte nicht mit Gewalt daran gezogen werden, da sich dann sogar Neutriebe von Gesunden Pflanzen lösen. Ein etwas festeres ziehen genügt. Löst sich der Trieb, sollte er entfernt werden und der Vegetationspunkt trocken gehalten werden (nicht vollständig einpacken, da Luftzirkulation eine wichtige Rolle spielt). Im darauffolgenden Frühling kann bei trockener Witterung mit einer Chinosol-Behandlung des Herzens (in der Apotheke erhältlich) die Überlebenschange erhöht werden. Das Mittel verhindert größtenteils Herzfäule. Tritt dies ein, ist die Palme verloren.

Tote Trachycarpus Fortunei

Werden an einer Trachycarpus die Blattstiele schwarz und es lassen sich immer mehr Blätter herausziehen, so hat sie höchst wahrscheinlich das zeitliche gesegnet. Hier einige Bilder, einer Trachycarpus, die ich nach dem strengen Winter 2001/2002 entfernen mußte. Es ließen sich trotz Chinosol-Behandlung immer mehr Blätter herausziehen. Nach den vertrockneten Blättern wurden die Blattstiele nach und nach schwarz. Der Stamm hatte ein großes Loch im Vegetationspunkt und war weich.

Vertrocknete Blätter, schwarze Blattstiele und ein weicher Stamm deuten auf das Ende hin

Hier wird sich kein Leben mehr zeigen.

Winterränder

Ein weiteres Schadbild “Winterrand” tritt häufiger auf. Dabei wird das Meristem (Herz) leicht durch Feuchtigkeit, Frost und vor allem deren häufigen Wechsel und evtl. auch durch leichte Verunreinigungen die dann leichte Fäule verursachen können, leicht geschädigt. Wird das Herz nicht weiter geschädigt ist das für die Palme kein Problem. Im Verlauf des weiteren Wachstums werden dann diese Schadstellen mit den neuen Blättern herausgeschoben, was dann beim Entfalten der Fächer solche “Winterränder” verursacht. Diese Winterränder sind oft auf selber Höhe auf mehreren Blättern verteilt bis die Höhe der Schadstelle Herausgewachsen ist. Stellt man solche Ränder wie auf folgenden beiden Bildern fest, ist es schon überstanden, da die Palme bereits wieder treibt.

P1070632

Bild mit freundlicher Genehmigung von Sandra Bröker

P1070633

Bild mit freundlicher Genehmigung von Sandra Bröker