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Trachycarpus ist grundsätzlich zweihäusig (getrenntgeschlechtlich), also entweder männlich oder weiblich. In eher seltenen Fällen kommt es vor, daß sowohl
männliche als auch weibliche Blüten an einer Palme auftreten. Hier ein Bild einer “zwittrigen” Trachycarpus fortunei, dies ist bisher die einzigste die ich selbst gesehen und fotografiert habe. Ebenfalls in eher
seltenen Fällen können sie auch das Geschlecht ändern. Meiner Einschätzung nach kommt dies aber noch eher vor wie “zwittrige” Blütenstände. Ich habe wirklich schon viele blühende Trachycarpus gesehen, aber eine
zwittrige war bisher noch nie dabei. Folgendes Bild hat also schon einen gewissen Seltenheitswert. Die Trachy steht im Kurpark in Bad Krozingen. Das wechseln des Geschlechts bzw. die Ausbildung von beidgeschlechtlichen Blüten
geschieht meist sporadisch und ist meist kein Dauerzustand, meist blüht die Trachy im Folgejahr wieder “normal”. Auch deshalb ist der Anblick bzw. das Antreffen dieses Merkmals recht selten. Der Grund solcher
Reaktionen ist unbekannt, könnte aber verschiedene Gründe haben wie Pflanzschock, Wurzelschäden, Frostschäden etc. Meine Vermutung ist, daß sowas am ehesten nach strengeren Wintern auftritt (Selbsterhaltungstrieb) ebenso wie
die Geschlechtswandlung, die ich selbst schon an einer eigenen (einmalig) erlebt habe. Evtl. benötigt eine männliche Blüte nicht soviel Energie, wie die weibliche, die Früchte ausbilden muß. Da der letzte Winter auch hier etwas
strenger war als sonst würde meine Vermutung an sich passen.
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