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Trachycarpus fortunei sind in der Regel zweihäusig und nur selten zwittrig. Das heißt, es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Die männlichen bestäuben die weiblichen und die weiblichen bilden Früchte.

Diese Darstellung wurde freundlicherweise von Johanna Wechselberger zur Verfügung gestellt. Hier ist deutlich der Unterschied zwischen männlicher und weiblicher Blüte zu erkennen.

                  weibliche Blüte               männliche Blüte

disclaimer

 

goodpalmpic

Folgende Bilder sind von mir:
hier weibliche Blütenstände von einer meiner Trachycarpus fortunei gerade bei der Entfaltung.

Folgendes Bild zeigt einen männlichen Blütenstand einer Trachycarpus fortunei. Bild von mir, Palme leider nicht (am Lago Maggiore).

Großaufnahme der “Bollen”, die bei Bestäubung von männlichen Pollen Früchte/Samen Bilden

Abgeschnittener, reifer Fruchtstand, von denen es meist mehrere an einer Palme gibt

Trachycarpus ist grundsätzlich zweihäusig (getrenntgeschlechtlich), also entweder männlich oder weiblich. In eher seltenen Fällen kommt es vor, daß sowohl männliche als auch weibliche Blüten an einer Palme auftreten. Hier ein Bild einer “zwittrigen” Trachycarpus fortunei, dies ist bisher die einzigste die ich selbst gesehen und fotografiert habe. Ebenfalls in eher seltenen Fällen können sie auch das Geschlecht ändern. Meiner Einschätzung nach kommt dies aber noch eher vor wie “zwittrige” Blütenstände. Ich habe wirklich schon viele blühende Trachycarpus gesehen, aber eine zwittrige war bisher noch nie dabei. Folgendes Bild hat also schon einen gewissen Seltenheitswert. Die Trachy steht im Kurpark in Bad Krozingen. Das wechseln des Geschlechts bzw. die Ausbildung von beidgeschlechtlichen Blüten geschieht meist sporadisch und ist meist kein Dauerzustand, meist blüht die Trachy im Folgejahr wieder “normal”. Auch deshalb ist der Anblick bzw. das Antreffen dieses Merkmals recht selten. Der Grund solcher Reaktionen ist unbekannt, könnte aber verschiedene Gründe haben wie Pflanzschock, Wurzelschäden, Frostschäden etc. Meine Vermutung ist, daß sowas am ehesten nach strengeren Wintern auftritt (Selbsterhaltungstrieb) ebenso wie die Geschlechtswandlung, die ich selbst schon an einer eigenen (einmalig) erlebt habe. Evtl. benötigt eine männliche Blüte nicht soviel Energie, wie die weibliche, die Früchte ausbilden muß. Da der letzte Winter auch hier etwas strenger war als sonst würde meine Vermutung an sich passen.

zwittrige Blütenstände

Hier ein empfehlenswerter Link der den Unterschied von männlicher und weiblicher Blüte sehr schön veranschaulicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Hanfpalme#Bl.C3.BCtenst.C3.A4nde_und_Bl.C3.BCten