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Bananen

Wie bei Palmen gibt es auch bei Bananen einige Arten, die in kühleren Regionen wachsen und bei uns bedingt zum Auspflanzen geeignet sind.

Die bekannteste “winterharte Banane” ist Musa Basjoo. Desweiteren gibt es noch einige andere Arten, die aufgrund Ihrer Herkunft zum Auspflanzen versuchenswert sind. Ich besitze Außer Musa Basjoo noch Musa Sikkimensis, Musa Sapooro, Musa Balbisiana, Musa Yunnan und eine Ensete Ventricosum.

Meine erste Musa Basjoo habe ich während ihres ersten Winters 2000/2001 lediglich gemulcht. Der Scheinstamm fror bodeneben zurück. Das Rizom trieb im Frühjar wieder aus.

Den zweiten Winter habe ich auf mehrfachen Rat anderer Exotenfreunde einen aufwendigeren Winterschutz erstellt, um evtl. einen Teil des Scheinstammes zu erhalten. Leider hat es aufgrund eines recht strengen Winters 2001/2002 nicht geklappt. Die Bananen sind alle Bodeneben zurückgefroren. Eine hat überlebt und neu ausgetrieben.

Nachfolgend habe ich das erstellen des Winterschutzes mit Bildern dokumentiert:

Musa basjoo mit leichten Frostschäden. Bei Temperaturen unter -3°C erfrieren die Blätter.

Der umzäunte Bereich wird mit trockenem Stroh aufgefüllt. Um den Druck einer evtl. Schneelast zu vermeiden werden einige Querstreben angebracht.

Nachdem die Blätter abgefroren sind bzw. nachdem sie geschädigt sind und ein Wachstum nicht mehr zu erwarten ist, werden die Blätter abgeschnitten. Im Wurzelbereich wird eine Schicht Rindenmulch verteilt. Die Bananenstaude wird mit einem Zaun umbaut und der Stamm/Stämme entsprechend gekürzt. Die Blätter werden zusätzlich als Mulch benutzt.

Anschließend wird eine Plane als Regenschutz befestigt. Die Plane sollte nur im oberen Bereich angebracht werden, um eine Luftzufuhr zu gewährleisten.

Erstaunlicherweise haben im Winter 2002/2003 gerade die geschützten Bananen nicht überlebt. Die Bananen, die nur mit ihren eigenen Blättern und etwas Tannenreisig gemulcht wurden, haben überlebt und haben wieder ausgetrieben. Auch habe ich festgestellt, daß die ausgepflanzten, ungeschützten Bananen zwar völlig zurückgefroren sind, diese aber innerhalb der Vegetationszeit teilweise noch höher geworden sind, als die, die erst gepflanzt wurden und bereits eine Höhe von 50 cm oder mehr hatten.

Aus diesem Grunde werde ich zukünftig die Bananen nicht schützen und auch kein “Backup” (Ausgraben eines Seitentriebes zur Überwinterung im Topf) durchführen. Nachfolgend ein Bild nach den kalten Nächten im Oktober 2003 mit bis zu -4,5°C. Die Blätter wurden abgeschnitten und zur Mulchung der selbigen Pflanze benutzt. Die Stämme sind noch intakt und werden erst nach Abfrieren abgeschnitten.

Abgeschnittene Blätter lassen das Bananenbeet recht kahl aussehen.