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Palmen

Die ausgepflanzten Palmen werden mit Rindenmulch gemulcht und erhalten vorerst keinen weiteren Schutz. Trachycarpus erhält erst ab -15°C einen Winterschutz mit Dachlatten und Folie. Chamaerops Humilis erhält ab -12°C einen Winterschutz. Bei starkem Schneefall werden die Blätter regelmäßig vom Schnee befreit, um ein Abknicken zu verhindern (insbesondere bei nassem Schnee). Bei sehr nassem Schneefall wird zeitweise ein Regenschirm in die Krone der Palmen gesteckt, um das Herz vor evtl. gefrierender Feuchtigkeit zu schützen.

Erstmals wurde im Winter 2002/2003 das Projekt “Regenschutz” bei einem Teil der Palmen durchgeführt. Dieser Schutz bestand zunächst aus einem Regendach. Dies sollte bewirken, daß das Herz der Palme trocken blieb. Solch ein Dach verhindert, daß Feuchtigkeit im Herz gefriert und evtl. Schaden anrichtet. Der Winter 2002/2003 verlief bis Ende Januar recht moderat. Leider wurde der Februar sehr hart, so daß die Palmen mit Regendach zeitweise komplett geschützt wurden. Aufgrund des relativ harten Winters kann nun leider nicht auf Auswirkungen allein durch Regen-/Schneeschutz geschlossen werden. Die Auswirkungen mit bzw. ohne Schutz waren unterschiedlich, wobei aufgefallen ist, daß die Palmen, die mit Folie geschützt wurden, schlimmer aussahen, als Palmen, die gar keinen Schutz erhielten. Dies liegt teilweise an der unterschiedlichen Frosthärte der Palmen innerhalb einer Art. Das Hauptkriterium ist hierbei allerdings das Kondenswasser, das durch Gefrieren/Auftauen und die erhöhte Luftfeuchtigkeit die Blätter, die die Folie berühren schädigen. Es ist also auf genügend Abstand zwischen Blättern und Folie zu achten, oder die erhöhte Luftfeuchtigkeit durch genügend Luftzirkulation zu verhindern. Ob sich auch bei gezieltem Heizen erhöhte Luftfeuchtigkeit einstellt, kann ich leider nicht beurteilen, da ich bisher außer mit Grabkerzen, auf eine Heizung verzichtet habe.

Diese Konstruktion hat folgende Vorteile:

- Das Herz bleibt trocken
- Die Mulchschicht bleibt größtenteils trocken und behält so ihre
 isolierende Wirkung besser.
- In Extremwintern können die Seiten kurzfristig mit Folie zugetackert
 werden

Evtl. auftretende Nachteile:

- Verweichlichung, “Entwöhnung” vom Regen
- Mit den Jahren wird der Schutz durch die zunehmende Größe immer
 schwieriger zu realisieren.

Nachfolgend einige Bilder der Regendächer.

Cordyline australis mit Regenschutz. Sie ist im kalten Februar 2003 leider bis zum boden zurückgefroren, dann zwar mehrfach wieder ausgetrieben, die Ursprüngliche Größe hat sie nicht mehr.

Butia capitata (noch in voller Blüte im Oktober), an der windexponierten Seite zu. Die anderen Seiten werden bei Frost mit Folie abgedichtet und die Palme mit Grabkerzen beheizt.

Phönix Canariensis mit Regen-/
Schneeschutz. Auch hier werden wie bei Butia bei Frost die offenen Seiten mit Folie abgedichtet und die Palme mit Grabkerzen beheizt.

Trachycarpus fortunei mit Regen-/
Schneeschutz. Hier werden erst bei starkem Frost die offenen Seiten mit Folie abgedichtet und die Palme mit Grabkerzen beheizt.

Das Auspflanzen der empfindlicheren Palmen wie Phönix Canariensis, Butia capitata und Washingtonia filifera sind natürlich Experimente, von denen man sich in unseren Breiten auf Dauer nicht allzu viel Erfolg versprechen sollte. Selbst in den mildesten Regionen Deutschlands müssen diese Palmen geschützt und ggf. beheizt werden.

Die “Regendachmethode” funktioniert bei größeren Palmen nicht mehr bzw. nur noch mit großem Aufwand. Bei solchen Palmen kann die “Regenschirmmethode” angewendet werden. Es wird ein Abwasserrohr an den Stamm gebunden. Besser als in meinem Fall (ein Plastikrohr) wäre ein Aluminiumrohr, da es stabiler ist. Das Plastikrohr kann aber auch noch mit einer Latte verstärkt werden. In dieses Rohr wird dann bei entsprechender Witterung ein Schirm gesteckt. Dieser wird bei guter Witterung entfernt.

große Trachy mit Rohr am Stamm, in das bei Bedarf ein Schirm gesteckt wird.

Grundsätzlich werde ich bei Trachycarpus und Chamaerops auf Schutz möglichst verzichten.

Bei weniger frostharten Arten und/oder bei Arten, die Feuchtigkeits-
empfindlich sind und in rauheren Klimalagen ist ein Schutz unumgänglich.

Auf folgendem Bild ist jeweils eine Washingtonia mit Winterschutz zu sehen. Auf der linken Seite besteht der Winterschutz aus einer Lattenkonstruktion mit Styroporplatten verkleidet. Auf der rechten Seite besteht der Winterschutz aus einer Lattenkonstruktion mit einfacher, transparenter Folie. Beide wurden bis zur Bildentstehung nicht beheizt. Beide sind in etwa gleich groß. Deutlich ist ein Unterschied festzustellen. Werde deshalb mit Styropor mehr experimentieren.

Einfacher Schutz durch Schnee

Eine einfache Methode des Winterschutzes bei kleinen Palmen ist es sie mit Schnee zu schützen. Schnee hat eine perfekt isolierende Wirkung. Allerdings kann man ja gerade in milderen Gebieten nicht mit Schnee rechnen.

Da nun auch hier am Kaiserstuhl mal richtig Schnee liegt und das Ende der Kältewelle nicht abzusehen ist, hab ich die kleinen Trachycarpus fortunei durch Anhäufen von lockerem Schnee geschützt.

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