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Buchsbaum – Buxus sempervirens – schneiden, pflegen, überwintern und vermehren

Der Gewöhnliche Buchsbaum (Buxus sempervirens), der häufig auch nur Buchs genannt wird, gehört als immergrüner Strauch zu der Familie der Buchsbäume (Buxus), ist in Südwesteuropa, Nordafrika und Westasien angesiedelt.

Tipps für das Buchsbaum Schneiden

Buchsbaum in Form

Der Buchsbaum kann problemlos in Form gebracht werden © iStock.com / brozova

Der wandlungsfähige Buchsbaum lässt sich ohne viel Mühe in die unterschiedlichsten Formen bringen – ob Pyramiden, Herzen oder aufwendige Tierfiguren. Er verträgt kräftige Rückschnitte und führt sogar im Inneren noch grüne Blätter. Optimale Voraussetzungen für das Schneiden des Buxus sempervirens: trockene, aber wenig sonnige Tage – ist es am Tag des Schnitts zu heiß, können die Schnittstellen schnell braun werden. Wird der Buchsbaum vor dem Schnitt gegossen, lässt er sich einfacher schneidet. Starke Nässe sollte jedoch vermieden werden, da sonst Pilzbefall droht.

Wann sollte man den Buchsbaum schneiden?

Viele Hobby-Gärtner befinden sich häufig auf der Suche nach guten Tipps zum Thema Buchsbaum schneiden. Eine der häufigsten Fragen betrifft in der Regel den Zeitpunkt des Schnitts, doch einen allgemein gültigen Termin für das Buchsbaum schneiden gibt es nicht – denn Häufigkeit und Zeitpunkt hängen von der Sorte, der Form und der Qualität des Buxus sempervirens ab. Allerdings gibt es Richtlinien, die einen guten Weg in die richtige Richtung weisen.

Allgemein gilt: der Buchsbaum kann in dem Zeitraum von April bis September gestutzt und in Form gebracht werden. Allerdings kann ein später Schnitt unter Umständen leichte Frostschäden in den obersten Blättern verursachen. Ein später Buchsbaumschnitt regt einen leichten Neuaustrieb an, der bis zum Winter nicht mehr aushärten kann. Der Schnitt des Buxus sempervirens im Frühjahr – vor Mai – ist nicht zu empfehlen, da der neue Austrieb der Buchsbäume im Mai beginnt. Der Schnitt wäre damit hinfällig.

Wichtigste Punkte zum Thema Schnitt im Überblick:

    Der Buchsbaum Schnitt Mitte Juli: Der Haupt-Jahresaustrieb des Buxus sempervirens ist in den Monaten Mai und Juni beendet. Wird dieser Austrieb geschnitten, ist nur noch ein schwacher Zweit-Austrieb im Sommer zu erwarten.

  • Schnitt-Termin Ende August / Anfang September: Wer seinen Buchsbaum das ganze Jahr über akkurat sehen möchte, entfernt zum Ende des Sommers den zweiten, schwächeren Austrieb, der sich als Folge des Schnitts im Juni gebildet hat.

  • Scharfe Heckenschere als Muss für einen guten Schnitt: Damit die Triebe des Buchs gesund bleiben und das Schneiden nicht zum Kampf wird, sollte die die Schere sehr scharf sein. Die Investition in eine gute Heckenschere lohnt sich in jedem Fall – einige Hersteller bieten selbst schärfende Scheren an, allerdings liegen die Kosten bei etwa 80 Euro.

  • Elektro-Scheren vs. Handarbeit: es existieren große und kleine Akku-Scheren – die kleinen Akku-Varianten sind aber in de Regel leistungsschwach. Wer seinen Buchsbaum manuell schneiden muss, sollte eine Heckenschere mit langen Klingen wählen.

  • Die wichtigste Regel beim Schnitt: Der Schnitt des Buxus sempervirens sollte am besten von oben nach unten erfolgen. Es sollte nicht sofort auf die gewünschte Endhöhe geschnitten werden – nach und nach in die Pflanze vorarbeiten. Das braune, blattlose Holz im Pflanzeninneren des Buchs darf auf keinen Fall erreicht werden. Wichtig ist, dass grünes Laub stehen bleibt, denn nur aus diesem treibt der Buchsbaum wieder aus.

  • Dunkelgrünes Laub muss bleiben: dunkelgrünes Laub stammt aus dem vor letzten Jahr und darf nicht entfernt werden, da unter dieser recht dünnen Sicht die braune „Zone“ liegt.

  • Mit dem Schnitt auch mal pausieren: den Buchsbaum jedes Jahr auf die selbe Länge oder Höhe zu stutzen ist nicht möglich, er muss die Möglichkeit haben sich auszudehnen. dies gilt sowohl für Laub, als auch für Wurzelwerk.

Buchsbaum Formschnitt – Kreativität entfalten

Aufwendige Buchsbaum Figuren waren bereits in den französischen Gärten des Barock und Rokoko seht populär – doch auch heutzutage sind die Formen ausgefallen und kreativ. Bei dem Formschnitt sollten die Regeln, die weiter oben bereits ausführlich erläutert wurden, befolgt werden. Damit die komplizierten Figuren gelingen, können Drahtfiguren als Schablone zum Einsatz kommen. Der Formschitt mit Hilfe einer Schablone gestaltet sich relativ simpel: zunächst sollte der Buchsbaum in seine Form „hineinwachsen“ – dies erfordert natürlich etwas Geduld – anschließend wird der Buchsbaum nur noch entlang der Drahtvorlage zurück geschnitten.

Buchsbaum Habitus

Buchsbaum ist immergrün

Der Buchsbaum gehört zu den immergrünen Hecken © iStock.com / MarcVermeirsch

Der Buchsbaum, der seit Jahrhunderten einen wichtigen Teil der Gartengestaltung ausmacht, wächst nur sehr langsam und kann in unseren Breitengraden eine Höhe von 8 m erreichen. Der Buxus sempervirens bildet kurze, schräg nach oben stehende kantige Zweige, die zu Beginn olivgrün und kurz behaart erscheinen und später verkahlen. In den Monaten März bis Mai trägt der Buchsbaum gelbliche Blütenknäuele, die in der Regel aus einer weiblichen Blüte und mehreren männlichen Blüten bestehen. Die weiblichen Blüten des Buxus sempervirens besitzen drei Griffel und die männlichen jeweils vier Staubblätter.

Die richtige Buchsbaum Pflege

junger Buchsbaum

Ein junger Buxus sempervirens weist hellgrüne Blätter auf, die ohne bedenken zurück geschnitten werden können © iStock.com / HANA76

Das Anpflanzen von Buchsbäumen ist relativ leicht: damit sich die Wurzeln gut entfalten, sollte das Pflanzloch ausreichend Platz bieten. Der Buchsbaum bevorzugt einen Boden mit einem pH Wert von 5,5 bis 7. Weicht der pH Wert im heimischen Garten vom Optimum ab, kann Landbaukalk und etwas Knochenmehl hinzugefügt werden. Der perfekte Standort für den Buchsbaum liegt im Halbschatten, dort fühlt er sich wohl und wächst problemlos. Der Buxus sempervirens gilt als winterhart – Voraussetzung ist jedoch, dass er geschützt gepflanzt wird.

Düngen & Gießen

Im Frühjahr sollte der Buchs mit einem mineralisch / organischen Volldünger versorgt werden. Eine gute Alternative: Kompost. In den Herbsmonaten kann zusätzlich etwas Kalidünger hinzugegeben werden, das erhöht die Frostresistenz. Bei Kübelpflanzen muss Staunässe vermieden werden! In der Wachstumszeit des Buxus sempervirens muss eine gute Bewässerung erfolgen. Ist der Standort kühl und und liegt im Schatten, braucht der Buchsbaum weniger Wasser.

Buchsbäume durch Stecklinge vermehren

Buchsbaum Steckling

Das Vermehren vom Buchsbaum geschieht am besten im Hoch- bis Spätsommer © iStock.com / marekuliasz

Der optimale Zeitpunkt für das Vermehren von Stecklingen des Buxus sempervirens ist der Hoch- bis Spätsommer. In dieser zeit sind die neuen Triebe bereits gut verholzt und nicht mehr anfällig für Pilzkrankheiten. Werden die Triebe im Sommer gesteckt, bilden die Stecklinge in der Regel bis zum nächsten Frühjahr Wurzeln. Ist genügend Material zum Vermehren vorhanden, können die große Stecklinge geschnitten und unter freiem Himmel direkt ins Gartenbeet gesetzt werden.

Buchsbaum überwintern

Der Buchsbaum erweist sich in den meisten Fällen als sehr pflegeleicht – dies betrifft auch das Überwintern. Ist der Buxus sempervirens frei gepflanzt, ist eine Überwinterung im Garten unproblematisch. Einige Punkte sollten jedoch Beachtung finden: der Buchsbaum verdunstet, wie jede immergrüne Hecke, auch im Winter Wasser. Kann den dadurch entstehenden Wasserverlust aber nicht über die Wurzeln kompensieren. Aus diesem grund sollte der Buchsbaum auch im Winter, jedoch nur an frostfreien Tagen, gegossen werden. Ist der Buxus sempervirens starker Wintersonne ausgesetzt oder an einen windigen Standort gepflanzt, ist Hilfe beim Überwintern angebracht. Eine Mögliche Hilfe: das Gewächs mit Flies abdecken.

Buchsbaum in Kübeln überwintern

Da das Wurzelwerk der Buchsbäume in Kübeln nicht so gut geschützt ist wie im Erdreich, sind vor Wintereinbruch einige Maßnahmen zum Überwintern durchzuführen. Die Pflanzenkübel sollten durch einen Holzuntersatz von unten gegen Kälte geschützt werden. Auch hier kann ein Schutzflies zum Einsatz kommen, jedoch sollte beachtet werden, dass lediglich der Kübel mit dem Flies bedeckt wird. Nach Möglichkeit sollte der Buchsbaum während des Winters einen windgeschützten und der Sonne abgewandten Standort erhalten – beispielsweise die Nordseite des Hauses – und in der Nähe der Hauswand Platziert werden.

2 Antworten : “Buchsbaum – Buxus sempervirens – schneiden, pflegen, überwintern und vermehren”

  1. Jugi sagt:

    Ich habe selbst eine Buchsbaumhecke und sie ist nie so gewachsen, wie ich es wollte. Danke für den Tipp, das lag wohl an meinen nicht vorhandenen Schneidekünsten.

    Jugi

  2. Tina sagt:

    Der richtige Schnitt zählt bei dem Buchsbaum zu den wichtigsten Dingen.

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