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Engelstrompete – Pflegetipps für Brugmansia

Die Engelstrompete ist unter verschiedenen Bezeichnungen im Handel zu finden und wird auch in der Fachliteratur unterschiedlichen Begriffen zugeordnet. Die Art, auch als Trompetenbaum bezeichnet, gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die Gattung gliedert sich in zwei Gruppen, in verholzende Arten (strauchig oder baumartig) und krautige Pflanzen. Nach Persoon zählen seit 1803 die strauchigen Engelstrompeten zur Gattung Brugmansia, die krautigen werden unter der Bezeichnung Datura zusammengefasst. Hierzu gehört auch der heimische Stechapfel (Datura stramonium). Über die Einteilung sind sich jedoch selbst Botaniker nicht einig, sodass bis heute beide Bezeichnungen parallel verwendet werden.

Der Ursprung der Engelstrompete

Engelstrompete Standort

Überwintert die Engelstrompete warm, kann sie auch den ganzen Winter über blühen © iStock.com / aaron007

Die Engelstrompete hat ihre ursprüngliche Heimat im tropischen Südamerika. Deshalb gilt sie als Wärme bedürftig. Sie muss bei ca. 4-10° C geschützt überwintern. Obwohl sehr giftig, zählt die Engelstrompete in Europa inzwischen zu den beliebtesten Kübelpflanzen, die Terrasse und Garten verschönern.

Giftige Alkaloide

Alle Engelstrompeten – ob Brugmansia oder Datura – enthalten giftige Alkaloide. Am giftigsten sind Früchte (Stechapfel) und Samen der Engelstrompete, die im europäischen Klima selten ausreifen. Bei Berührung können Trompetenbäume Hautreizungen verursachen, ein Verzehr von Blüten, Früchten oder Blättern der Engelstrompete kann Übelkeit hervorrufen. Um Halluzinationen und Krämpfe zu verursachen, reicht die Menge an Giftstoffen meist jedoch nicht aus. Der schwere Duft, den die Blüten vor allem abends verströmen, kann Kopfschmerzen hervorrufen.

Die Artenvielfalt

Die Trompetenbäume unterscheiden sich vor allem in ihrer Größe und der Blütenfarbe. So erreicht zum Beispiel die bekannte Brugmansia candida bis zu drei Meter Höhe und betört durch große weiße, stark duftende Blüten. Etwas kleiner ist die Engelstrompete B. sanguinea – sie blüht orange-gelb mit rotem Saum. Brugmansia suaveolens ist mit gelben, weißen und rosarote Blüten im Handel erhältlich, auch diese Engelstrompete wird ein stattlicher Strauch von über drei Metern. Je nach Sorte sind Wuchseigenschaften und Blüte vor dem Kauf nachzufragen.

Weitere beliebte Burgmasia Vertreter:

  • Brugmansia arborea
  • Brugmansia vulcanicola
  • Brugmansia aurea
  • Brugmansia rubella

Engelstrompete – Standort und Pflege

Engelstrompete Blume

Es wird empfohlen, die Engelstrompete ca. alle zwei Jahre in größere Kübel umzutopfen © iStock.com / Fotokov

Alle Arten der Engelstrompete lieben einen sonnigen und geschützten Standort auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten. Sie werden im Mai aus dem Winterquartier ins Freie gebracht. Vor dem Auspflanzen oder Umpflanzen werden die Triebe um ca. 1/3 eingekürzt. Im Garten werden die Engelstrompeten in einen geschlitzten Korb gepflanzt, der ein Ausgraben mit Ballen im Herbst wieder ermöglicht. Engelstrompeten blühen von Juni bis September in Schüben. Die welken Blüten sind zu entfernen. Während der Blütezeit benötigen sie eine ausreichende Bewässerung und Düngung (Volldüngergaben bis Anfang August).

Mit ihren großen dekorativen Blüten erfreuen sich Engelstrompeten der Gattung Brugmansia in Privatgärten immer größerer Beliebtheit – sie sind einfach, aber intensiv zu pflegen, brauchen jedoch für die Überwinterung ein frostfreies Quartier.

Schädlinge / Krankheiten

Die Engelstrompete kann von Blattläusen befallen werden. Ebenso möglich, aber selten, der Befall durch die Rote Spinne und Weiße Fliege. In diesem Punkt sammeln die meisten Gärtner unterschiedliche Erfahrungen. Auch Schnecken fressen die weichen Blätter der Engelstrompete sehr gerne. Verfärben sich die Blätter gelb, bedeutet dies in den meisten Fällen Nährstoffmangel. Weisen die Blätter der Engelstrompete Löcher auf, lässt es auf Raupen, die abgesammelt werden können, oder Blattwanzen schließen.

Blattwanzen sind sehr scheu und werden schwer gefunden. Der beste Weg diese aufzuspüren: eine weiße Unterlage unter die Engelstrompete legen und die Pflanze schüttelt. Das Unterfangen gelingt am ehesten, wenn die frühen Morgenstunden genutzt werden. Zu dieser Zeit sind die Wanzen von der Kälte der Nacht steif. In der Zeit, kann auch der Einsatz von Insektiziden erfolgen.

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