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Fenchel als Heilpflanze – Wirkung & Verwendung

Fenchel findet aufgrund seiner positiven Wirkung selbst in der modernen Medizin regelmäßig Verwendung. Erst 2009 wurde Fenchel (Foeniculum vulgare) vom Intitut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. Die beliebte Heilpflanze, aus der Familie der Doldenblütler, ist meist das erste Arzneimittel, mit dem ein Säugling zu Beginn seines Lebens in Berührung kommt. Denn Fencheltee hilft gegen die Blähungen, die während der Nahrungsumstellung entstehen können.

Die Heilpflanze Fenchel – Wirkung

Fenchel Heilpflanze

Fenchel hilft gegen viele Krankheiten © iStock.com / FrancoDeriu

In der Medizin werden reife Früchte und Rinde des Bitterfenchels sowie das daraus gewonnene ätherische Öl verwendet. Süßer Fenchel besitzt sehr viel süß schmeckendes trans-Anethol: etwa 80-90 Prozent. Allerdings befindet sich hier nur ein Prozent Fenchon und etwas Estragol. Bitterer Fenchel hat eine größere Wirkung, da hier das Öl zwischen 50 und 70 Prozent trans-Anethol und bis zu 25 Prozent Fenchon enthält.

Wirkung:

  • antibakteriell
  • harntreibend
  • krampflösend
  • schleimlösend
  • appetitanregend
  • verdauungsfördernd
  • Einsatz bei:

    • Husten
    • Blähungen
    • Schlaflosigkeit
    • Erkältungsbeschwerden
    • Atemwegserkrankungen
    • Verdauungsbeschwerden

    Bei dem Konsum von Fenchel zu beachten

    Trotz der positiven Wirkung von Fenchel ist bei dem Konsum Vorsicht geboten, denn gerade der Tee führt Zusatzstoffe wie Estragol und Methyleugenol, die möglicherweise das Risiko an Krebs zu erkranken erhöhen.

    1. Tipp: Reines Fenchelöl sollte nur stark verdünnt zum Einsatz kommen

    2. Tipp: Vorsicht beim wild Sammeln, die dem Fenchel ähnelnden Schierlingsfrüchte sind giftig

    Fakten zum Fenchel fernab der Heilkunde

    Ursprünglich stammt Fenchel aus dem Mittelmeergebiet, ist jedoch heute in ganz Asien, Europa und Teilen Südamerikas beheimatet. Schon im 9. Jahrhundert pflanzten Benediktinermönche die Pflanze nördlich der Alpen in ihren Klostergärten an, weil sie um die Fenchel Wirkung wussten. In den alten Kulturen Arabiens und Chinas wurde er bei Lungen und Nierenleiden angewandt. Seit jeher hat Fenchel in der Volksmedizin eine bedeutsame Stellung inne. Auch in der Kinderheilkunde hat er sich aufgrund seines angenehmen Geschmacks bewährt.

    Habitus

    Fenchel wird bis zu zwei Meter hoch und besitzt einen aufrechten, kahlen, fein geriffelten Stängel. Die Blätter sind fiederschnittig. In hüllenlosen Dolden ordnen sich gelbe Blüten, ähnlich der Hanfpalme, in vier bis zwanzig unterschiedlich langen Strahlen an.

    Fenchel anpflanzen

    Fenchel Wirkung

    Die Fenchel Wirkung spornt viele Gärtner zum Selbstanbau an © iStock.com / Zerbor

    Die Heilpflanze erreicht eine Höhe zwischen einem halben und zwei Metern. Von März bist Mai werden die Samen in Keimschalen im Haus herangezogen. Während der Keimzeit sollte die Temperatur zwischen 10-20° C liegen. Doch nicht höher, da die Pflanzen stämmig und robust werden und die Wurzelhälse zu lang werden. Nach fünf Wochen werden sie ausgepflanzt. Dafür ist Lehmboden und Magerrasen besonders gut geeignet. Fenchel siedelt aber auch gerne an den Außenrändern von Weinbergen an. Verwenden kann man die Knollen, den Fenchelsamen und die Pollen, die zu einem süßlich schmeckenden Gewürz, auch Gewürz der Engel genannt, verarbeitet werden können.

    Pflege

    Knollenfenchel soll wie alle Doldenblütler nur alle drei Jahre auf der selben Fläche angepflanzt werden. Dazwischen könnte man zum Beispiel Basilikum anbauen, welcher die gleiche Bodenbeschaffenheit benötigt. Ausreichend Feuchtigkeit und das Mulchen mit Stroh verhindern im Sommer bei hohen Temperaturen das Schossen.

    Bodenbeschaffenheit

    • locker
    • tiefgründig
    • nährstoffreich

    Krankheiten und Schädlinge

    Die Wirkung von Fenchel wird durch verschiedene Krankheiten gemildert. Dazu gehören häufig Falscher Mehltau und Fenchelrost, die sich bei ungünstigen Wetterverhältnissen entwickeln. Auch Schnecken und Blattläuse gefährden die Pflanzen. Durch Pflanzung statt Direktsaat kann aber schlimmeres verhindert werden.

    Ernte

    Die Knollen sollten etwa drei bis vier Monate nach der Aussaat geerntet werden, wenn sie etwa so groß wie eine Faust sind. Allerdings darf der Fenchel nicht zu lange stehen bleiben, da er sonst aufgrund von Hitze und Trockenheit an Qualität verliert. Die Knollen wachsen zu schnell, verholzen und platzen schließlich. Dadurch geht auch die Fenchel Wirkung verloren. Spätestens Ende Oktober sollte er geerntet werden, da er frostempfindlich ist.

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