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Majoran (Origanum majorana)

Der Majoran (Origanum majorana) gehört zur Familie der Lippenblütler. Die Gartenform heißt Origanum hortensis. Die Urform stammt aus Zypern und der Türkei. Er wächst als Staude mit kleinen Blättern, die Wuchshöhe beträgt 40 bis 50cm. Er trägt zur Blütezeit weiß bis rosafarbene Blüten.

Origanum hortensis – Majoran im Garten

Majoran im Garten

Das Anpflanzen von Majoran im Garten erfolgt Ende Mai © iStock.com / CSGdesign

Die Pflanze kann in jedem Kräutergarten selbst gepflanzt oder ausgesät werden. Sie benötigt einen sonnigen Standort mit lockerem Boden, Staunässe sollte vermieden werden.

Majoran Pflanz- und Erntezeit

Majoran kann unter Glas ab März/April vorgezogen werden, die Pflanzung im Garten erfolgt dann Ende Mai. Er kann aber auch ab Mitte Mai direkt im Garten ausgesät werden. Der Majoran sollte mit einem Abstand von 20 bis 30 cm gepflanzt werden. Es gibt einjährige und mehrjährige Sorten. Man findet ihn auch als Wildpflanze an Wegrändern. Die Sammelzeit beginnt im Juni und endet im Oktober.

Majoran als Heilpflanze

Der Majoran als Heilpflanze hat schon seit dem Mittelalter eine hohe Bedeutung als Heilmittel. Durch seine antibakterielle und schleimlösende Wirkung wird er gern bei Erkältungen eingesetzt. Aber auch als krampflösendes Mittel bei Blähungen findet er Anwendung. Da Majoran eine beruhigende Wirkung hat, hilft er ebenso bei: Kopfschmerzen, Unruhe und Schlaflosigkeit. Angewendet wird er als Tee, Salbe oder Tinktur.

Die Herstellung der Majoran-Salbe in Eigenregie

Häufig kommt Majoran als Salbe zum Einsatz – dabei wird sie z.B. bei Schnupfen auf die Oberlippe auftragen. Die Majoran-Salbe darf bereits bei Säuglingen und Kleinkindern verwendet werden.

Zutaten

  • 1 EL Butter
  • 1 EL Weingeist 95%
  • 1 EL getrocknete Majoran-Blätter

Für die Herstellung der Majoran-Salbe kann ebenso Doppelkorn verwendet werden. Der Nachteil ist jedoch, dass sich der Doppelkorn weniger gut löst – dies sorgt dafür, dass während der Abkühlphase öfter umgerührt werden muss. Da die Butter einen Drittel der Salbe ausmacht, sollte sie nach der Zubereitung kühl gelagert und schnell aufgebraucht werden.

Zubereitung der Salbe

Im ersten Schritt sollte der Majoran mit Hilfe eines Mörsers zu Pulver verarbeitet werden. Ein Esslöffel des Pulvers wird in einen hitzebeständigen Behälter gestreut und mit Weingeist übergossen. Nachdem diese Mischung einige Stunden ziehen konnte, wird ein Esslöffel Butter hinzu gegeben. Die Mischung wird kräftigt vermengt und in ein heißes Wasserbad gestellt. Sobald die Butter vollständig geschmolzen ist, kann die Majoran-Mixtur das Wasserbad verlassen. Die warme, flüssige Mischung sollte im Anschluss durch einen Filter (z.B. Teefilter) in ein steriles Gefäß gegossen werden – geeignet sind spezielle Salben-Container. Nachdem die Mischung vollständig abgekühlt ist, ist die Salbe leuchtend grün und duftet stark nach Majoran. wie oben bereits erwähnt, sollte die Majoran-Salbe nach dem Abkühlen zügig den Weg in den Kühlschrank finden!

Majoran in der Küche

Majoran zum Kochen

Majoran kommt besonders gut bei Kartoffelgerichten zur Geltung © iStock.com / HandmadePictures

Auch als Gewürzpflanze ist er sehr beliebt. Der Geschmack ist dem Thymian (Thymus vulgaris) ähnlich, sehr aromatisch und leicht süßlich. Verwendung findet er sowohl frisch als auch getrocknet. Er passt als Gewürz besonders gut zu allen Kartoffelgerichten, aber auch zu Fleisch sowie vielen Eintöpfen. Viele Wurstwaren werden mit Majoran gewürzt. Er sollte aber sparsam dosiert werden, da er einen starken Eigengeschmack hat.

Einige besonders schmackhafte Gerichte, in denen dieses Gewürz verwendet wird, sind:

  • Linseneintopf
  • Rindergulasch
  • Majorankartoffel
  • Hähnchenleber mit frischen Majoranblättern
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