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Pak Choi: Asiatischer Exote in deutschem Garten

Pak Choi (Brassica rapa chinensis) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Die Pflanze kommt aus dem asiatischen Raum und gilt als naher Verwandter des Chinakohls. In Deutschland ist Pak Choi auch unter den Namen „Chinesischer Senfkohl“ oder auch „Blätterkohl“ bekannt. Während der delikate Senfkohl in China zu den beliebtesten Kohlarten zählt, wird er in Europa nur noch selten angebaut. Zu Unrecht: Diese asiatische Kohlart ist pflegeleicht, reift schnell und kann in Gerichten anstatt von Mangold oder Spinat eingesetzt werden.

Pak Choi: Wissenswertes und Pflegetipps

Frischer Pak Choi

Pak Choi – delikat im Geschmack und in Asien sehr beliebt © iStock.com / AnjelaGr

In asiatischen Ländern wird Pak Choi in großem Maßstab angebaut. Das Gemüse sieht für europäische Augen ziemlich exotisch aus: Längliche, dunkelgrüne Blätter sitzen an dicken weißen Steilen. In Asien existieren verschiedene Varietäten von Senfkohl, die sich in Farbe oder auch Form unterscheiden. In Deutschland ist die Auswahl begrenzt. In Läden sind die Sorten:

  • Pak Choi Shanghai (kleinwüchsig, grüne Stiele)
  • Tat Soi (robust und kältetolerant)

zu finden.

Anbau von Pak Choi in eigenem Garten

Wer sich mit anderen Kohlarten auskennt, wird auch mit ihrem chinesischen „Halbbruder“ keine Probleme haben. Man sollte allerdings im Hinterkopf behalten, dass der „Asiate“ es ein bisschen wärmer mag. Hier sind die Basisinfos, die beim Anbau von Pak Choi im Parten beachten werden sollten:

  • Anbauzeit: Wer die Pflanze direkt im Freiland anbauen will, sollte bis Ende Juni oder Anfang Juli warten. Das Saatgut sollte ca. in 2 cm Tiefe abgelegt werden. Damit wird angeblich die Schoßgefahr verringert.
  • Lage: Die Pflanze bevorzugt eine sonnige bis halbschattige Lage.
  • Boden: Der Boden darf nicht zu leicht sein. Am besten eignet sich ein mittelschwerer, humoser Boden.
  • Bewässerung: Pak Choi liebt Wasser und muss regelmäßig benässt werden, sonst lässt er schnell die Blätter hängen.
  • Düngen: Da chinesischer Blätterkohl ziemlich schnell wächst, muss der Boden rechtzeitig gedüngt werden. Komposterde wird bevorzugt.

Zu beachten: Diese Kohlart wächst schnell und bildet viel Blattmaße. Somit besteht immer die Gefahr, dass die Pflanze nur in die Höhe schießt.

Schädlinge und ihre Bekämpfung

Frisches Gemüse schmeckt nicht nur uns, sondern auch zahlreichen Schädlingen. Besonders Jungpflanzen werden erhebliche Schäden durch Erdflöhe oder Schnecken zugeführt. Gegen Erdflöhe hilft regelmäßige Bewässerung. Wer Schnecken im Garten hat, greift auf eine Abdeckung mit der Folie.

Erntezeit

Pak Choi auf dem Wochenmarkt

Pak Choi ist immer noch ein Exote auf dem deutschen Wochenmarkt © iStock.com / liveslow

Schon etwa 40 Tage nach dem Anpflanzen kann man mit der Ernte beginnen. Wer lieber jüngeres Gemüse mag, kann schon die kleine Pflanzen pflücken. So kann man einzelne Pflanzen aus dem Boden herausnehmen und verwerten. Das Einzige, was man bei der Ernte beachten sollte, dass diese asiatische Kohlart keine Nulltemperaturen duldet.

Pak Choi: Verwendung in der Küche

Pak Choi hat zwar einen delikaten, aber sehr typischen für Kohl Geschmack. Genauso wie alle anderen Gemüsearten ist der würzige chinesische Exote sehr gesund. Kalium, Calcium, Vitamine A und C sind in dem Kohl enthalten. Dazu kommt, dass Pak-Choi-Blätter sehr kalorienarm sind. Der „Asiate“ kann roh genauso gut wie gekocht gegessen werden. Er schmeckt vorzüglich in Fleischgerichten und Eintöpfen. Er verleiht Speisen eine feine asiatische Note. Auch geschmorrt und mit Sojasauce verfeinert, schmeckt er ausgezeichnet. Aus jungem Gemüse lassen sich hervorragend leichte und schmackhafte Rohkostsalate zubereiten.

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