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Terrassengestaltung leicht gemacht: Mit diesen Tipps zur Wohlfühlterrasse

Was gibt es Schöneres, als einen lauen Sommerabend auf der liebevoll hergerichteten Terrasse zu verbringen? Eben – nichts. Den Geräuschen der Natur und Gesprächen lauschend, hält das gemütliche Flair den ganzen Abend an. Eine schön gestaltete Terrasse hebt die Stimmung noch mehr: Beleuchtung wie Lichterketten sorgt für das schummrige Licht, Kerzen für die Gemütlichkeit. Ein schöner Bodenbelag und Pflanzen dürfen da nicht fehlen. Doch wo anfangen, wenn man keine genaue Vorstellung hat? Folgende Tipps helfen bei der Themen- und Ideenfindung für die ideale Terrassengestaltung.

Tipp 1: Planung und Vorbereitung sind das A und O

Bestandsaufnahme und Vorüberlegungen

Die Entscheidung ist gefallen: Eine Terrasse muss her! Allerdings gibt es ein paar Fragen, die man sich im Voraus stellen sollte: Wie integriere ich eine Terrasse harmonisch in das Gartenbild? Welchen Nutzen/ Zweck möchte ich aus der Terrasse ziehen? Was sind meine Wünsche/ Anforderungen an die Terrasse?

Allein die Fülle an Fragen verrät, dass eine Terrassengestaltung eine komplexe Angelegenheit ist. Denn sie sollte stimmig sein, harmonisch und trotzdem funktional. Daher lohnt es sich, sich genau zu überlegen, was man wirklich will. Erste Ideen kann man zum Beispiel aus Zeitschriften sammeln und damit ein Moodboard basteln – so gehen die Ideen nicht verloren und man verschafft sich schnell einen Überblick. Zudem hilft es, die Terrasse als Verlängerung des Hauses zu sehen und Architektur sowie Farbschema einigermaßen zu übernehmen (es sollte keinen Bruch geben, damit alles harmonisch ineinander übergeht).

Terrassengestaltung will gelernt sein: Eine Skizze wie diese kann die Planung erleichtern

Terrassengestaltung 101: Zuerst kommt die Planung ©istockphoto.com/Toa55

Ausrichtung

Soll sie den ganzen Tag über Sonne anziehen? Dann ist eine Ausrichtung nach Süden nötig (wenn möglich). West-Terrasse hat dafür abends Licht (After-Work-Sundowner). Protipp: Probe sitzen. Stühle schnappen und an allen Himmelsrichtungen rund ums Haus einmal niederlassen. Rand- und Hangbefestigung oder Sichtschutz?

Größe

Am besten vor der Umsetzung genau ausrechnen, wie groß die Terrasse werden soll, damit man später auch entspannt sitzen kann, ohne irgendwo anzustoßen oder halb in der Wiese zu sitzen. Grundregel: Kleine Terrassen sollten trotzdem mindestens drei mal drei Meter messen – was aber schon sehr knapp bemessen ist. Sie besitzen einen kleinen Garten? Sehen Sie sich unsere Tipps zur Gartengestaltung für kleine Gärten an.

Tipp 2: Welches Thema sollen Garten und Terrasse haben?

Hier kommt es auf die Formen und Materialien an. Und natürlich auf die eigenen Stilvorlieben.

Die gängigsten und beliebtesten Stile für die Terrassengestaltung

Landhaus-Stil

Romantisch-verspielt hat dieser Stil viele Anhänger. Typisch ist heimischer Naturstein als Bodenbelag, eine Mauer aus Naturstein oder ein Zaun aus Holz. Hinzukommen dekorative Hingucker im Vintage-Stil wie aussortierte Alltagsgegenstände: Diese lassen sich wunderbar umfunktionieren zu Töpfen oder Wasser- oder Teichbottichen. Plus: Winterharte Gartenkräuter und heimische Blumen wie Hortensien, Rosen oder Flieder dürfen natürlich nicht fehlen. Sie kreieren das etwas wilde Bauerngarten-Flair.

Asiatischer Stil

Ruhe für Geist und Seele – das ist das Ziel einer asiatisch angelegten Terrasse. Nur das Wesentliche, Essentielle findet hier einen Platz: Ein schlichter Bodenbelag und zurückhaltende, exotische Pflanzen wie Bonsais, Bambus, Ahorn und Rhododendron reichen vollkommen. Was nicht fehlen darf, ist das Element Wasser. Kleine Wasserstellen oder –becken wirken beruhigend. Als Dekoration dienen Buddhas, Steinlaternen und eine Feuerschale. Wer möchte, kann zudem einen kleinen Zen-Garten anlegen.

Naturgarten

Bei einem Naturgarten wird viel mit natürlichen Materialien wie Holz oder Sisal gearbeitet. Das Ganze soll einer grünen Oase gleichen: Der Boden und die Mauern sollten wasserdurchlässig und nicht verfugt sein – das garantiert einen Lebensraum für Gräser und Tiere, die sich dort ansiedeln können. Dazu werden viele unterschiedliche Pflanzen wie Efeu, Margariten, Steppensalbei und Wildblumen gesetzt. Insektenhotels machen sich auch gut. Tipp: Es darf etwas wild und natürlich gewachsen aussehen.

Mediterraner Stil

Sich fühlen, als wäre man ganz weit weg vom Alltag – eine mediterrane Terrassengestaltung schafft Urlaubsstimmung. Für das südländische Flair werden natürliche Materialien wie heller Naturstein (Sandstein oder Kies) mit etwas rustikaler Oberfläche und Elemente aus Metall genutzt. Auf Holz wird hier eher verzichtet. Etwas verschnörkelt darf es aber sein. Pflanzentechnisch wird auf provenzalische Kräuter und Zitrusfrüchte gesetzt.

Bodenbelag für die Terrassengestaltung

Der Stil ist gefunden? Dann wird es Zeit, sich Gedanken um den passenden Bodenbelag zu machen. Beliebt sind Beläge aus Holz (Holzdielen aus Lärche oder Eiche), Naturstein oder Terrassenplatten aus Granit, Schiefer oder Beton. Jedes Material bringt Vor- und Nachteile mit sich: Holz wirkt natürlicher und speichert Wärme in angenehmem Maße, Platten oder Fliesen sind meistens extrem langlebig, wirken aber auch schnell kühl. Tipp: Gerade im Hinblick auf Regen oder Schnee auf rutschfeste Bodenbeläge setzen und abklären, ob das Material einen Witterungsschutz hat.

Tipp 3: Terrassenmöbel, Beleuchtung und Schutz

Ist die Terrassengestaltung abgeschlossen, geben Pflanzen wie zum Beispiel Sträucher, Stauden und auch Bäume dem Ganzen einen grünen Rahmen. Was aber auch nicht fehlen darf, sind wetterfeste Gartenmöbel, Beleuchtung und mehr.

Happy End der Terrassengestaltung: Endlich Dekorieren.

Die Kür der Terrassengestaltung: Möbel, Beleuchtung & Dekorieren ©istockphoto.com/KristianSeptimiusKrogh

Möbel

Wetterfeste, pflegeleichte sowie widerstandsfähige und belastbare Möbel (beispielsweise aus Holz oder Polyrattan) sind hier gefragt. Sie müssen so einiges abkönnen – egal ob Sonne oder sinnflutartigen Regen, sie sind der Witterung öfter als gewünscht ausgesetzt. Außerdem sollten die Möbel sich im Design und den Farben an den Boden und das Haus anpassen. Ob Liegen zum Sonnen, ein Esstisch, Stühle oder eine Sofaecke – hier gilt es, genau auf die Bedürfnisse aller zu achten. Tipp: Genügend Sitzmöglichkeiten für Familie und Gäste einplanen. Nichts ist ärgerlicher, als eine neue Terrasse zu planen und dann nicht genügend Platz für alle zu haben.

Beleuchtung und Schutz

Wie schön die lauen Sommerabende doch erst mit einer neuen Terrasse sind! Vorausgesetzt, es gibt auch eine Beleuchtung: Windlichter, Fackeln oder Teelichter eignen sich gut für draußen. Aber auch die elektrische Variante ist nicht zu verachten: Hier gibt es eine große Auswahl an LED-Lichterketten, Wandleuchten, Solarleuchten, Bodenleuchten oder Dachleuchten.

Und auch an einen Sonnenschutz will gedacht sein: Ob Markise (lesen Sie mehr dazu im Artikel Die richtige Markise für die Terrasse ), Sonnensegel oder Sonnenschirm – gerade im Sommer ist dieser Schutz nötig. Eine Terrassenüberdachung ist natürlich auch möglich. Apropos Schutz: Ein Sichtschutz, der praktischerweise gleichzeitig als Windschutz fungiert, schützt vor neugierigen Blicken und Wind. Und jetzt: Im Freien entspannen bis der Herbst kommt!

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